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Technische Daten

Referenznummer

5003
IW5003 Grosse Fliegeruhr Edition Markus Bühler
Werkkaliber IWC 64900
Basiskaliber  
Werkinformationen 18000 Schwingungen pro Stunde
17 Steine
Handaufzug
46 Stunden Gangreserve
Gehäuse Edelstahl satiniert
Saphirglasboden
Durchmesser 46,20 mm
Höhe 15,80 mm
Glas Saphirglas bombiert, antireflex
Krone Edelstahl verschraubt - IWC
Wasserdicht 3 bar
Zifferblatt Farbe: schwarz mit nachtleuchtenden Hauptindexen (Dreieck bei 12)
Datumsanzeige bei (6)
Typografie: arabisch
Zeiger Silberner Stunden- und Minutenzeiger mit  Superluminova beschichtet
Armband Krokolederarmband schwarz  22-18 mm
Schließe Faltschließe mit IWC Schriftzug
Gewicht 116g in Edelstahl mit Lederarmband
 
Limitierung 12 Stück
Davon ging ein Stück an Markus Bühler und eines ins IWC Museum
Herstellungszeitraum 2008
empf. Verkaufspreis SFr 9.800,-- (ca. 6.250€)
 

IWC Presseinformationen:

Schaffhausen, 10. Dezember 2008 – Eine glanzvolle Siegerehrung gab den Anstoss zur Grossen Fliegeruhr Edition Markus Bühler. Denn längst bevor die exklusive Auflage von zwölf Exemplaren verwirklicht wurde, sorgte das ursprüngliche, kunstfertig verfeinerte Taschenuhrwerk für grosses Aufsehen: Am Nachwuchswettbewerb Prix IFHH de l’Horlogerie 2003 (heute Concours IHC) wurde es mit dem 1. Preis ausgezeichnet. Markus Bühler, der innovative Erfinder und Erbauer des Turbinenwerks, beeindruckte damals als IWC Uhrmacherlehrling nicht nur die Jury, sondern auch seine Vorgesetzten. Die Idee, auf der Basis des Siegeruhrwerks ein Sondermodell zu lancieren, war geboren.

Die Uhr ist ein Blickfang und verrät schon beim ersten Augenschein ihren aussergewöhnlichen Charakter. Als Sekundenanzeige dreht ein klein dimensioniertes Flugzeugtriebwerk, und das Herzstück bilden Federhaus und Sperrrad, die in der Form von Schaufelrädern skelettiert sind und zusammen mit einem applizierten Metallring eine Flugzeugturbine im Kleinformat darstellen. Aussergewöhnlich ist auch der Entstehungsprozess der Grossen Fliegeruhr Edition Markus Bühler. Längst bevor die herausragenden Zeitmesser dieser Tage exklusiv in den Schweizer Boutiquen in den Handel gelangen, sorgte das darin eingebaute modifizierte Taschenuhrwerk für Furore: Das Turbinenwerk errang 2003 im Rahmen eines Nachwuchswettbewerbs den 1. Platz, den das Bildungsinstitut «Institut de Formation à la Haute Horlogerie» ausgeschrieben hatte. Mit 44 von 50 möglichen Punkten stellte IWC Lehrling Markus Bühler seine 63 Mitkonkurrenten aus namhaften Uhrenhäusern in den Schatten. Der aussergewöhnlich talentierte Junguhrmacher stand damals mit seiner Arbeit im Rampenlicht und erntete Lob von allen Seiten. Inmitten dieser Euphorie entstand die Idee, eine kleine, aber feine Sonderedition dieser bemerkenswerten Arbeit zu fertigen und in Kleinstserie von nur gerade zwölf Exemplaren zu lancieren. Bis diese Idee zur Grossen Fliegeruhr Edition Markus Bühler reifte, vergingen ein paar Jahre. Markus Bühler hatte längst die Lehrabschlussprüfung mit der Glanznote 5,9 abgeschlossen. Seine ausgezeichneten Berufskenntnisse ebneten ihm sofort den Weg in die Entwicklungsabteilung, wo er als Prototypenbauer und Berater der Konstrukteure sein Fachwissen einbrachte, bevor er zur Industrialisierung wechselte und heute als Projektmanager die Werkmontage betreut. Dass er berufsbegleitend ein Studium in Maschinenbautechnik aufgenommen hat, kommt seiner täglichen Arbeit zweifellos zugut.

Anspruchsvolle Wettbewerbskriterien

Die Wettbewerbsjury hatte die Aufgabe gestellt, an einem «Unitas»-Taschenuhrkaliber die Zugfeder auf möglichst kreative Art freizulegen. Um dies zu erreichen, mussten Federhaustrommel, Federhausbrücke und Sperrrad durch Skelettierung sichtbar gemacht werden. Dabei galt es technisch einwandfrei, sauber und funktionell zu arbeiten, die Funktionen beim Aufziehen zu gewährleisten und dabei erst noch durch Originalität zu punkten. Markus Bühler, ein leidenschaftlicher und lösungsorientierter Tüftler, entschied sich für eine Variante, welche die Funktion abstrakt darstellt und zwei Extreme aufeinandertreffen lässt. «Das Federhaus einer Uhr durch die Miniatur-Turbine eines Passagierflugzeugs zu ersetzen scheint auf den ersten Blick eine kühne Idee zu sein», blickt Markus Bühler heute zurück, «und doch haben beide Motoren dieselbe Aufgabe. Sie sind für den Antrieb zuständig.» Zwar bewegen sich die Drehzahlen je am anderen Ende der Skala – während eine Flugzeugturbine mit 150 000 Umdrehungen pro Minute arbeitet, dreht sich das Federhaus in derselben Zeit lediglich 0,0033 Mal und damit höchstens drei bis vier Mal am Tag. Doch seine Pläne überzeugten nicht nur den Leiter der technischen Lehrlingsausbildung, das Resultat beeindruckte auch die Jury und brachte dem Jungtalent den mit einer Reise nach New York dotierten 1. Preis ein.

Von der Idee zur optischen Ausführung

Markus Bühler fand spät zur Uhrmacherei. Obschon er als Kind leidenschaftlich technisches Spielzeug auseinandernahm und wieder zusammenbaute und sich später für den Modellbau begeisterte, stieg er mit einer Berufslehre als Zimmermann ins elterliche Geschäft ein und bildete sich bis zum Polier weiter. Erst als die körperliche Schwerarbeit seinen Tribut forderte, orientierte sich Bühler neu und fand mit 28 Jahren zur Uhrmacherei und damit zur IWC. Eine Entscheidung, die für beide zum Glücksfall geriet. Markus Bühler war nicht nur fasziniert von der Mechanik, er überzeugte seine Ausbildner auch durch einen starken Willen, eine schnelle Auffassungsgabe und ein angenehmes Wesen. Das Projekt der Edition Markus Bühler nahm der ambitionierte Uhrmacher mit der ihm eigenen Gründlichkeit in Angriff. Zusammen mit einem IWC-Designer brütete Markus Bühler über Entwürfen für ein ansprechendes Zifferblatt, studierte Cockpitinstrumente und Flugzeugantriebe und feilte an verschiedenen Varianten. Schliesslich sollte die Turbine nicht nur auf der Uhrenrückseite sichtbar sein, sondern auch auf dem Zifferblatt eine Rolle spielen. Bühler entschied sich dafür, die Turbine als Sekundenanzeige in Szene zu setzen. Als aufwändiger Bronzeguss dreht nun das Schaufelrad seine Runden und verleiht der Grossen Fliegeruhr Edition Markus Bühler ihre unverkennbare Ausstrahlung.

Im Sinne der Nachwuchsförderung

Als Projektleiter seiner eigenen Uhr band Markus Bühler auch den internen Uhrmachernachwuchs in den Bau der Sonderedition ein. Während ihm damals die Wettbewerbsjury innerhalb von zwei Wochen lediglich 30 Stunden für die Ausführung zugestand, investierten die hoch motivierten IWC-Lehrlinge ihr ganzes Können und all ihren Ehrgeiz in das «Bühler-Projekt», das ungeachtet der Arbeitszeit ganz einfach perfekt werden sollte. Alle Vorrichtungen und Werkzeuge entwickelte Bühler eigens für den Bau seiner Uhr und fertigte diese zusammen mit den Lernenden. Bis ins kleinste Detail überwachte er den Arbeitsprozess, gab da präzise Anweisungen und dort eine Hilfestellung und freute sich über den Eifer des internen Berufsnachwuchses. Für die Brückenverzierung legte Markus Bühler selbst Hand an. Unterstützt vom lernenden Oberflächenveredler brachte er in aufwändiger Handarbeit den asymmetrischen Rundschliff an der Drehbank zur Vollendung. «Es war eine grossartige Erfahrung, als Gemeinschaftswerk an der Verwirklichung dieser Uhr zu arbeiten», resümiert Bühler, «unsere Lernenden haben gezeigt, wie viel Potenzial in ihnen schlummert und haben ganze Arbeit geleistet.» Wie jede IWC-Uhr haben auch die zwölf Grossen Fliegeruhren Edition Markus Bühler sämtliche strengen Testverfahren und Qualitätskontrollen durchlaufen.

Lange Ausbildungstradition

Dass die Uhrmacherei nicht nur ein Beruf, sondern eine eigentliche Passion ist, zeigt sich auch darin, dass nach Arbeitsschluss oft im privaten Rahmen weitergetüftelt und gebaut wird. Markus Bühler etwa hat in seiner Freizeit in rund achthundert Stunden selber ein Tourbillon gebaut. Aus 87 Rohteilen – von der Platine über den Drücker bis zum Tourbillonkäfig entstand in eigener Regie ein einzigartiger Marine-Chronometer, der den alten Schiffsuhren alle Ehre macht. Dass dieses Prachtstück unverkäuflich ist, versteht sich von selbst. IWC ist bekannt dafür, grossen Wert auf eine gute Lehrlingsausbildung zu legen. Schliesslich bildet die Manufaktur seit ihrer Gründung 1868 kontinuierlich Uhrmacher-Lehrlinge aus. «Unser beruflicher Nachwuchs ist unsere Zukunft», doppelt CEO Georges Kern nach. Selbst in den Krisenjahren der 1970er gab die International Watch Company die mechanische Uhr nicht verloren und investierte unbeirrt ihr ganzes Fachwissen in neue Kräfte. Eine gute Entscheidung, die sich gerade heute, wo der Mangel an Fachkräften für viele Unternehmen zum Problem geworden ist, bezahlt macht.

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Stand: 25.06.12